Martin Walser wird von selbst verschwinden

Martin Walser (89) sah auch schon mal dynamischer aus als in diesen Tagen. Medial gepuscht wird er jetzt, weil er seinen Gesprächspartnern im Mediensystem erzählt, was dessen Profiteure hören wollen: „Die AfD wird von selbst verschwinden.“ – So sprach er im Interview mit der „Bild“-Zeitung. Und was bei anderen tönt wie das berüchtigte Pfeifen im Walde, klingt aus seinem Mund wie eine von Altersweisheit erhellte Erkenntnis. Aber das macht die Sache nicht besser.

Woher bezieht Walser die Informatinen, die noch zu ihm dringen? – Antwort: Nicht nur, aber im offenbar erheblichen Umfang aus dem Fernsehen. Dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vertraute er an: „Da sage ich ganz leichtfertig: Die Populisten sind eine Kampfansage gegen die politische Klasse. Im Fernsehen schaue ich fast nur politische Talkshows. Wenn ich dann zum Beispiel sehe, wie vier hochqualifizierte Experten für Rentensachen kreuz und quer feuern, kann das kein Normalverbraucher nachvollziehen. Trotzdem meine ich, wir sind in keiner Gefahr.“

Andere schalten solche Sendungen nach fünf Minuten ab, weil sie sich wünschen, der dort gebotene Unfug möge schmerzensgeldpflichtig (statt gebührenpflichtig) werden. Walser dagegen saugt offenbar in sich auf, was das selbstreferentielle Gefüge der manipulativen Meinungsmache bietet. Also kommt er zu Schlußfolgerungen wie dieser über die AfD: „Soweit ich Kenntnis habe, hat diese Partei keine politische Substanz, sie bewirtschaftet nur ein Ressentiment, nur etwas, was noch nicht bewältigt ist.“

Soweit er Kenntnis hat – das sagt alles. Er echot zurück, was ihm aus dem Medienbetrieb entgegen schallt.

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“, wußte schon Hölderlin. Wo sieht Martin Walser die Rettung? – Man hält es nicht für möglich, aber er meint allen Ernstes: „Zum Glück haben wir Angela Merkel, sie ist die ideale Politikerin für diese Situation.“

Zum Glück haben wir die Möglichkeit, uns eine eigene Meinung zu bilden. Was meinen Sie, lieber Leser? Wer verschwindet zuerst: Martin Walser oder die AfD?

Foto: CC-Lizenz, Elya

Martin Walser wird von selbst verschwinden

Wer wird zuerst verschwinden?

Danke für Ihr Votum!
Diesen Artikel teilen:

2 Gedanken zu „Martin Walser wird von selbst verschwinden

  • 7. Januar 2017 um 11:31
    Permalink

    Man sollte Nachsicht mit dem alten Mann haben. Die wichtigen Zellen im Kopf funktionieren wahrscheinlich nicht mehr so doll. Aber Otto Normalverbraucher kann doch gar nicht so naiv sein, dass er nicht merkt, wie manipulativ unsere Medienlandschaft agiert. Ja, agiert ist schon das richtige Wort. Objektive Information nur da, wo es der Elite nicht schadet. Da, wo es langsam eng wird, nur gezielte Agitation, egal wo man hin sieht. Bestes Beispiel erst in diesem Jahr wieder. Da wird eine Frau am Neujahrstag in Regensburg von einem afghanischen Asylbewerber in einen Hauseingang gezogen und brutalst vergewaltigt und was hörst du davon in den Medien?  –  Erinnern wir uns noch an den riesigen Medienrummel und den Aufschrei unseres Politestablishments, als in Berlin die Tür einer Moschee etwas angekokelt wurde? Nur ein weiteres Beispiel von endlos vielen.  Schön, dass immer mehr Menschen merken, was bei uns in Deutschland völlig aus dem Ruder läuft. Der Wähler ganz alleine kann es richten, dass der Spuk einer Angela Merkel samt Hofstaat ein Ende findet.

  • 5. Januar 2017 um 20:13
    Permalink

    Eigentlich mag ich Walser. Und ich finde sehr schade, wie er sich jetzt einspannen läßt.

Kommentare sind geschlossen.