Sigmar Gabriel spielt Law-and-Order-Mann

„Salafistische Moscheen müssen verboten, die Gemeinden aufgelöst und die Prediger ausgewiesen werden, und zwar so bald wie möglich“, gibt das Hamburger Magazin „Der Spiegel“ Vize-Bundeskanzler Sigmar Gabriel (SPD) mit einer Ur-Forderung der Bürgerbewegung pro Deutschland wieder. Der Beobachter des bundespolitischen Geschehens könnte nun meinen, die Große Koalition sehe die Dinge nun endlich klarer, doch unter Berücksichtigung der Vorgeschichte und der Umstände lassen sich Gabriels Worte mühelos als wilder Aktionismus entlarven, der erst dann einsetzte, als das Kind schon längst in den Brunnen gefallen war. Ganz entscheidend ist nämlich die Frage, wer den islamischen Extremismus erst nach Deutschland holte.

Der 57-jährige SPD-Vorsitzende ist unmittelbarer Akteur in der Großen Koalition unter Leitung der „Wir schaffen das!“-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). 2015, im Jahr der beispiellosen Asyl-Masseneinwanderung in die Bundesrepublik, ist von den Sozialdemokraten als Partei keineswegs zu vernehmen gewesen, dass diese sich ernsthaft gegen den Kamikaze-Kurs von Regierungschefin „Mutti“ gestellt hätten. Und just in diesem Zeitraum vor eineinhalb Jahren kam mit dem Tunesier Anis Amri der Mann nach Deutschland, der wenige Tage vor dem letzten Weihnachtsfest den bislang schlimmsten Terroranschlag auf deutschem Boden verüben sollte. Die widerrechtliche Grenzöffnung für illegale und nicht identifizierbare Einwanderer im Sommer 2015 machte es möglich!

Ferner tönt Gabriel in einer für Altparteien-Funktionäre ungewohnten Weise: „Wenn wir den Kampf gegen den Islamismus und den Terrorismus ernst meinen, dann muss es auch ein kultureller Kampf werden.“ Derartige Sätze werden bevorzugt von Verfassungsschutzämtern zitiert, um den „Extremismus“ und die „Gefährlichkeit“ patriotischer Organisationen zu „belegen“. Ein SPD-Chef und Vize-Bundeskanzler darf so etwas, denn schließlich hat er ein gewichtiges Wörtchen mitzureden, wenn es darum geht, das Bundesamt für Verfassungsschutz gegen beispielsweise die Bürgerbewegung pro Deutschland in Stellung zu bringen. Lug und Trug auf Schritt und Tritt!

Einmal mehr stellt die politisch korrekte Klasse mit dem Gabriel-Getöse ihre Unfähigkeit unter Beweis. Leider gibt es noch immer viele Gutgläubige, denen häufig schlicht die Zeit fehlt, um sich in die Tiefen der Politik einzuarbeiten. Diese meinen fälschlicherweise, ein Sigmar Gabriel habe das islamische Extremismus-Problem erkannt und kümmere sich tatsächlich um dessen Lösung. Mohammedanischer Fanatismus ist jedoch eine vielschichtige Herausforderung, auf die neben Maßnahmen der Repression auch mit der grundsätzlichen Frage von Unterbindung islamischer Masseneinwanderung gen Mitteleuropa reagiert werden muss. Einem SPD-Gabriel fehlt ganz offensichtlich der Mut, um den Fall einer solchen Säule des Gutmenschentums zu fordern. Lieber betätigt er sich offenkundig auf dem Feld des Dampfplauderns.

Foto: Sigmar Gabriel auf der Regierungsbank neben Angela Merkel, von deren Einwanderungspolitik er jetzt offenbar nichts mehr wissen will. CC-Lizenz, Tobias Koch, OTRS

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