Mangelndes Gedenken an Terroropfer von Berlin

Mit den fatalen Folgen ungebremster, zumeist islamischer Masseneinwanderung wollen die Spitzenpolitiker des Bundes am liebsten gar nicht konfrontiert werden, denn schließlich erinnert sie so etwas an ihre grandiosen Fehlentscheidungen. So verwundert es in keiner Weise, dass es für die zwölf Ermordeten am Berliner Breitscheidplatz weder eine Trauerminute im Bundestag gab, noch ein offizielles Gedenken geplant ist. Zu Recht spricht der Philosoph und Theologe David Berger in diesem Zusammenhang von einer „damnatio memoriae“, einer Auslöschung des Gedenkens, die bereits in der Antike als Strafe bekannt war.

Am Beispiel des Wuppertaler Oberbürgermeisters Andreas Mucke (SPD) zeigt sich deutlich, wie sich die politische Klasse nicht einmal zu schade ist, das Attentat des Tunesiers Anis Amri in ekelhafter Weise auszuschlachten, um zu einer „Gegen Rechts“-Polemik auszuholen: „Terror, Hass und Gewalt auch in Europa – das verunsichert viele. Manche nutzen diese Verunsicherung aus, um sie für ihre populistischen Zwecke zu missbrauchen und unsere Gesellschaft zu spalten. Deshalb rufe ich dazu auf, solidarisch zusammenzustehen, und gemeinsam für unsere Werte, für unsere offene und tolerante Gesellschaft und für unsere Freiheit einzutreten.“ So Mucke wörtlich in seiner Weihnachtsbotschaft 2016.

Der Neusprech der Altparteien verbietet es eben in solchen Fällen, Islam und Terrorismus in den Fokus zu rücken. Kommt es zu einem massiven Anschlag wie am 19. Dezember, sei dies nur ein „Einzelfall“, der von einem „Geisteskranken“ ausgeführt wurde. Viel schlimmer, so die Darstellung des politisch-medialen Komplexes, seien die „Rechtspopulisten“, die in ihrer „Gefährlichkeit“ und „Verblendung“ partout nicht das Narrativ vom „bedauerlichen Einzelfall“ übernehmen wollen. Die öffentliche Empörung soll bloß nicht die Etablierten treffen, sondern die „Schmuddelkinder“ des politischen Geschehens.

Zum Glück gibt es heutzutage das Internet mit seinen sozialen Netzwerken. Konnte noch bis in die 1990er Jahre hinein der politisch-mediale Komplex Themen aus der öffentlichen Debatte verbannen, indem Printmedien und Rundfunkanstalten schlicht nicht mehr drüber berichteten, so schuf die Massenverbreitung des Internet seit der Jahrtausendwende schlagartig neue Dimensionen der Transparenz. Die Altparteien-Funktionäre sind nun unweigerlich mit der Frage konfrontiert, weshalb sie um jeden Preis die Terroropfer vom 19. Dezember in der Anonymität versinken lassen wollen.

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