Tunesier demonstrieren gegen Merkel

Etwa tausend Menschen haben am Sonntag in Tunis gegen die Politik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel demonstriert. Sie riefen Losungen wie: „Keine Rückkehr, keine Freiheit für grausame Banden.“ Ihr Protest richtete sich gegen die Rückkehr islamistischer Extremisten aus Deutschland nach Tunesien.

Rund 5.000 Tunesier sind für den Islamischen Staat (IS) in den „heiligen Krieg“ gezogen. Etwa 800 kehrten in ihre Heimat zurück. Sie sitzen im Gefängnis oder in Hausarrest. In Tunesien verfahren die Behörden restriktiv mit radikalen Anhängern des Islam. In Deutschland dagegen können sie Moscheevereine bilden, sich vernetzen und Anschläge vorbereiten. Viele würden erst durch diese Freiheiten gefährlich werden, argumentieren jene Tunesier, die die Rückkehr von Islamisten ablehnen.

Der Berlin-Attentäter Anis Amri habe es in Tunesien nur bis zum Kleinkriminellen gebracht. Erst in Italien und Deutschland durch den ungestörten Kontakt zum IS sei er zu einem gefährlichen Terroristen geworden, argumentieren die Tunesier.

Die Rechtswissenschaftlerin Salwa Hamrouni sagt laut „Welt“: „Stellen wir uns vor, diese Menschen kommen nach Tunesien zurück. Wir werden sie vor Gericht stellen – dazu haben wir die nötigen Gesetze. Aber wer wird uns die Beweise bringen, um sie zu verurteilen?“

Tatsächlich aber ist die tunesische Justiz dank landeseigener Versäumnisse kaum in der Lage, mit dem islamistischen Problem fertig zu werden. So stehen derzeit für rund 3.000 einschlägige Verfahren gerade einmal 12 Richter zur Verfügung.

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2 Gedanken zu „Tunesier demonstrieren gegen Merkel

  • 10. Januar 2017 um 0:52
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    Hätte man die Wahnvorstellung der „Willkommenskultur“ gelassen und jeden Asylsuchenden in der gleichen Art, wie in allen zivilisierten Ländern dieser Erde üblich, personell erfasst, hätte jeder dieser Asylsuchenden seinen Pass behalten statt ihn wegzuwerfen. Natürlich hätte man dann diese Menschen aus Griechenland nur in zu bewältigenden Kontigenten aufnehmen können. Aber was bitte wäre daran falsch gewesen? Durch das rechtswidrige öffnen der deutschen Grenzen war doch selbst für den Dümmsten vorhersehbar, dass alle anderen Länder ihrerseits ihre Grenzen öffnen und diese Menschenmassen durchwinken in das von uns selbst propagierte „Land der Glückseelichkeit“ Deutschland. War doch vorhersehbar, dass alle Dämme brechen. Die Katastrophe war absolut vorhersebar (nur für Frau Merkel nicht). Und nun? – Wieviele „Gefährder“ (mich kotzt dieser Ausdruck an, weil er absolut undefinierbar ist) in Deutschland leben, wer bitte weiß das? Wer bitte weiß, wie viele aus dieser Flut von weit mehr als 1 000 000 Menschen sich in den nächsten Wochen, Monaten, Jahren noch radikalisieren? Es ist doch naiv zu glauben, diese Leute würden wir irgendwann wieder los. Deutschland hat sich durch die Entscheidungen von Frau Merkel grundlegend und nicht mehr revidierbar verändert. Die Zukunft wird uns das auf schreckliche Art zeigen.  Mein einziger Trost ist, dass das die „Gutmenschen“ auch treffen wird.

  • 9. Januar 2017 um 18:13
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    die sollen ihre idioten zurück nehmen,warum soll deutschland diesen müll behalten,die machen es sich einfach

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