Hintergründe zum US-Mauerbau

Donald Trump hat den Bau einer Mauer entlang der 3.200 Kilometer langen Grenze der USA zu Mexiko angeordnet. Davon sind bislang bereits etwas mehr als 1.000 Kilometer befestigt. Die klaffende Lücke von etwas weniger als 2.200 Kilometern macht die bestehende Grenzanlage unwirksam: Die befestigten Bereiche können umgangen werden. Wer – wie Trump – ein Amerika in sicheren Grenzen anstrebt, kommt um den Ausbau der Grenzanlage nicht herum.

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Trump sagt, die Mexikaner werden den Grenzbau bezahlen. Bereits im Wahlkampf hat er erläutert, dass sie dies indirekt tun werden. Z.B. über Zölle und Visagebühren. Wer die Grundrechenarten beherrscht, wird kaum bezweifeln, dass diese Rechnung wahrscheinlich aufgehen wird.

Der Sprecher des amerikanischen Repräsentantenhauses, Paul Ryan, hat gegenüber dem Fernsehsender MSNBC die mutmaßlichen Kosten des Mauerbaus mit etwa 14 Milliarden US-Dollar beziffert. Dieser Betrag dürfte den möglichen Höchstwert angeben. Die bislang errichteten 1.000 Kilometer Grenzanlage haben 2,3 Milliarden US-Dollar gekostet. Allerdings wird die neue Grenze wesentlich besser ausgebaut sein.

Jährlich werden Waren im Wert von rund 340 Milliarden US-Dollar zwischen Mexiko und den USA hin und her transportiert. Es liegt auf der Hand, dass dem amerikanischen Staat durch die in der Größe von knapp 2.200 Kilometer klaffende „Grenzlücke“ jedes Jahr Einnahmen in Milliarden-Höhe entgehen. Diese künftig zu erwartenden Einnahmen werden zweifellos ausreichen, um nicht nur die laufenden Kosten der Grenze zu tragen, sondern – nach einigen Jahren – auch die Baukosten zurück in die Staatskasse zu spülen. Und danach wird die Grenze für die USA eine sichere Einnahmequelle sein.

Trumps Mauer ist das Gegenteil der Berliner Mauer. Die Berliner Mauer hinderte Menschen daran, einen unattraktiven kommunistischen Staat zu verlassen. Die Trump-Mauer wird die illegale Einreise armer Menschen sowie Krimineller in die wirtschaftlich überaus attraktiven USA unterbinden.

Es ist das offensichtliche gute Recht der US-Amerikaner, selbst zu bestimmen, wer in ihr Land einreist und wer nicht. Gesicherte Grenzen sind für die Wahrnehmung dieses Rechtes eine unverzichtbare Voraussetzung.

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2 Gedanken zu „Hintergründe zum US-Mauerbau

  • 1. Februar 2017 um 2:31
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    Natürlich hinkt der Vergleich zwischen der US-Grenzmauer zu Mexiko und der Berliner Mauer zwischen 1961 und 1989 gewaltig. Jeder Lateinamerikaner, der die Bedingungen für eine legale Einreise in die USA erfüllt, kann auch bei Vorhandensein der Mauer zwischen dem Pazifik und dem Golf von Mexiko die Grenze passieren. Wer sich an einer solchen Situation stört, der sagt implizit aus, die USA benötigten weiterhin illegale Einwanderung von Lateinamerikanern.

  • 31. Januar 2017 um 23:00
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    Genau der richtige Weg.

    Da die EU nicht mal im entferntesten daran denkt die Außengrenzen vor illegalen Eindringlingen zu schützen brauchen wir auch wieder dichte Binnengrenzen. Es ist ein Unding das sich organisierte Kriminalität völlig frei im Schengen-Raum bewegen kann während die Eingesessenen immer flächendeckender überwacht werden.

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