Anti-Trump-Informant ist tot

Oleg Erovinkin

Ein Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB, der Ende letzten Jahres Schmutzmaterial gegen Donald Trump an einen ehemaligen Agenten des britischen Geheimdienstes MI6 weitergegeben haben soll, ist in Moskau tot in seinem PKW aufgefunden worden. Der Mann hieß Oleg Erovinkin, und er starb laut Obduktionsbericht an einem Herzinfarkt. Die US-Ausgabe der „Huffingtonpost“ verbreitet das Gerücht, er sei vom FSB ermordet worden, weil er Verrat begangen habe. Der Kreml dementiert diese Darstellung.

Erovinkin stand im Kontakt mit Christopher Steele, einem abgehalfterten, ehemaligen Agenten des MI6, der im vergangenen Jahr dringend Geld brauchte. Steele strickte Informationen, die er von Erovinkin erhielt, mit Zeitungsmeldungen und frei erfundenen Darstellungen zu einem 35-seitigen Dossier über Donald Trump zusammen, in dem es u.a. um Sexorgien mit Prostituierten in einem Moskauer Hotel im Jahr 2013 ging. Offenbar gelang es Steele, aus seinem Machwerk Geld zu schlagen. Er tauchte daraufhin unter. Der US-Geheimdienst bewertete das Dossier noch unter Präsident Obama als „Gefahr für die nationale Sicherheit der USA“ und beflügelte dadurch dessen Verbreitungen durch die Massenmedien. Die Agitation veranlaßte sogar Putin zu einem ausdrücklichen Dementi, wenn auch in ironischer Form, siehe unten.

Das „Time“-Magazin behauptet, das Dossier habe einen amerikanischen Auftrag- und Geldgeber gehabt: Eine in Washington ansässige Firma namens „FusionGPS“, die ursprünglich gehandelt habe im Auftrag von US-Republikanern, die Trump als Präsidentschafts-Kandidaten ihrer eigenen Partei verhindern wollten.

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