DITIB: Ankaras Besatzungstruppe

Galt bislang die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (DITIB) der deutschen Politik auf Staats- und Kommunalebene als Kooperationspartnerin des Mainstream-Mohammedanertums, so häufen sich seit dem Putschversuch am Bosporus Mitte Juli 2016 die Skandale um die größte Betreiberin von Moscheen in der Bundesrepublik. Am 29. Januar berichtete das Magazin „defacto“ vom Fernsehen des Hessischen Rundfunks für ein öffentlich-rechtliches Medium erstaunlich sachlich und investigativ über das fragwürdige Treiben der DITIB. U. a. werden im Beitrag judenfeindliche Ausfälle von DITIB-Gemeinden in sozialen Netzwerken dokumentiert. So habe beispielsweise der DITIB-Ortsverein Gelsenkirchen-Hassel verbreitet: „Der kannibalische Jude kotzt den Tod in Palästina.“

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Doch nicht nur judenfeindliche Äußerungen gehören zum Repertoire von DITIB-Gemeinden. Im September beendete der als politisch korrekt geltende Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger (SPD), die Zusammenarbeit mit der DITIB im Rahmen des Extremismus-Präventionsprogramms „Wegweiser“, weil bekannt geworden war, dass die Organisation Comics vertreibt, in denen der Märtyrertod nach islamischem Verständnis angepriesen wird. Mittlerweile vertritt sogar die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf den Standpunkt, die DITIB könne erst wieder eine Kooperationspartnerin werden, wenn die türkisch-staatliche Finanzierung ihrer Imame beendet, der Einfluss des Ministeriums für religiöse Angelegenheiten in Ankara gekappt ist. Selbst den linken Altparteien ist es eine Nummer „zu bunt“ geworden!

Hinzu kommen wiederholte öffentliche Treuebekundungen von DITIB-Gemeinden für ihr Idol, den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Seit Juli fanden zig Demonstrationen statt, anlässlich derer die DITIB in deutschen Großstädten für rote Meere türkischer Fahnen sorgte. Der hiesigen Öffentlichkeit wurde in diesen Zusammenhängen scheinheilig erklärt, man wolle ein allgemeines Zeichen für die Demokratie setzen, gegen Versuche, gewählte Regierungen zu putschen. Das sei gar nicht auf Erdogan als Person bezogen. Dass die DITIB im Januar einräumen musste, einige ihrer Imame haben in der Bundesrepublik gezielt Anhänger des Erdogan-Erzfeindes Fethullah Gülen ausspioniert, entlarvt derartige Beteuerungen als reine Makulatur.

Vor dem Hintergrund solcher Skandale wirkt es wie eine Nebensächlichkeit, dass die DITIB in etlichen Städten mit dem Bau von Repräsentativ-Moscheen begonnen hat, doch die ursprünglichen Zeitrahmen für deren Fertigstellungen längst gesprengt hat. Am DITIB-Hauptsitz in Köln kommt der Bau der im Volksmund bisweilen als „Koran-Kraftwerk“ bezeichneten Moschee im Stadtteil Ehrenfeld zu keinem Ende, obwohl dort seit Ende 2009 gewurschtelt wird. Ein ähnliches Bild gibt es bei der weitaus kleineren DITIB-Repräsentativ-Moschee für Remscheid. Dort wurde schon im Dezember 2013 das Fundament gelegt, doch der Abschluss der Bauarbeiten rückt immer weiter nach hinten, weshalb sogar bereits Geld von der öffentlichen Hand angefordert wurde ().

Zusammenfassend lässt sich sagen, es ist düster um die DITIB bestellt. Es rächt sich, dass die deutsche Politik in der Vergangenheit zu leichtfertig die DITIB als positives Beispiel organisierten Mohammedanertums den offenkundigen Schmuddelkindern wie Salafisten oder Muslimbrüdern gegenüberstellte. In den Reihen der DITIB dachte man unterdessen, der deutsche Michel bekäme nicht mit, was wirklich läuft. Dem ist zum Glück nicht mehr so, weil eine immer größere Öffentlichkeit hierzulande wahrnimmt, dass Islamkritiker wie von der Bürgerbewegung pro Deutschland mit ihren Vorbehalten gegen die DITIB vollkommen richtig lagen und liegen.

Foto: Die DITIB-Großmoschee in Köln

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