Lafontaine macht den Trump

Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im saarländischen Landtag, zeigt im Interview mit dem „Stern“ Verständnis dafür, dass deutsche Arbeitnehmer Zuwanderer als „Lohn- und Mietkonkurrenz“ zur Kenntnis nehmen. Die souveräne Entscheidung über die Frage, wer einreisen darf und wer nicht, sei „Grundlage staatlicher Ordnung“, sagt Lafontaine. Die Rückführung Illegaler sei legitim: „Wer illegal über die Grenze gekommen ist, der sollte ein Angebot bekommen, freiwillig zurückzugehen. Wenn er dieses Angebot nicht annimmt, bleibt nur die Abschiebung.“ Und im übrigen habe er ja schon immer „darauf hingewiesen, dass der Ruf nach offenen Grenzen eine zentrale Forderung des Neoliberalimus ist“.

Aus welchem Grund er sich so äußert? Nun, weil er darüber nachdenkt, „warum so viele Arbeiter und Arbeitslose AfD wählen, obwohl diese Partei Lohndrückerei und Rentenkürzung im Programm hat. Wir dürfen es nicht rechten Parteien überlassen, die Probleme der Lohn- und Mietkonkurrenz anzusprechen“, sagt Lafontaine, der also offenbar „den Rechten“ den Wind aus den Segeln nehmen will …

Foto: CC-Lizenz, xtranews.de

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