Warum Al Haj O. nicht abgeschoben wird

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Er hatte sieben Identitäten. Damit zockte er von Juni 2015 bis August 2016 insgesamt 21.700 Euro Steuergelder ab. Trotzdem wird der Sudanese Al Haj O. (oder wie auch immer er heißen mag) nicht abgeschoben. Und das ist so auch rechtens, nachdem das Amtsgericht Hannover den 25-Jährigen nur zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis auf Bewährung sowie zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt hat. Und das, obwohl die 21.700 Euro selbstverständlich für den Staat verloren sind. Von einer Rückzahlung steht jedenfalls nichts im Urteil. Das macht 108,50 Euro Stundenlohn.  – Nicht schlecht für einen „Flüchtling“ ohne Berufsausbildung. Aber der Steuerzahler hat’s ja …

Für Al Haj O. besteht, so stellt es das Gericht fest, eine „günstige Sozialprognose“. Denn er handelte nicht selbstsüchtig. Vielmehr brauchte er das Geld für „die große Familie im Sudan“, wie sein Rechtsanwalt (der vom deutschen Steerzahler entlohnt wird) mitteilt. Den Großteil des Geldes, 21.000 Euro, habe O. in den Sudan geschickt, erklärt sein Anwalt. Verwendungszweck sei die medizinische Behandlung seines Vaters gewesen: „Die Mutter ist schwer krank, und der Vater leidet an einer Schusswunde aus dem Bürgerkrieg. Aber die Familie hat kein Geld für Behandlungen.“

Der Identitätsschwindel sei von seinem Mandanten nur mit geringer krimineller Energie betrieben worden, erklärt der Anwalt. Denn Al Haj O. habe „keine Ausweise gefälscht, sondern nur falsche Namen genannt und einmal im Monat abkassiert“. War also alles gar nicht so schlimm. Und die dummen deutschen Beamten haben ja auch mitgespielt!

Folgerichtig hat die Ausländerbehörde heute entschieden: Al Haj O. ist zwar straffällig geworden, wird aber trotzdem nicht abgeschoben.

Wer bislang noch Zweifel daran hatte, dass wir von Idioten regiert und verwaltet werden, sollte sich durch den Fall Al Haj O. eines Besseren belehren lassen!

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