Merkeldämmerung

Die Bundesversammlung hat heute im ersten Wahlgang Frank-Walter Steinmeier zum neuen Bundespräsidenten gewählt. Die Atmosphäre, in der dies geschah, war eine völlig andere als bei allen vorangegangenen vergleichbaren politischen Ereignissen.

Hier: Trump-T-Shirt!

Die politische und mediale Klasse erahnt ihren Untergang. Jener westliche Liberalismus, dessen Werte sie repräsentiert, ist weltweit auf dem Rückzug. Deshalb bekam Bundestagspräsident Norbert Lammert besonders lauten Beifall, obwohl er aus der Rolle des neutralen Tagungsleiters fiel.

Den Namen Donald Trump nahm Lammert bewusst nicht in den Mund, und doch war sein Auftritt ein Versuch des ideologisch begründeten Aufbegehrens gegen die frühere Hegemonialmacht USA. In der Zusammenfassung der „Huffingtonpost“ liest sich das so:

>>“Die Werte des Westens stehen nicht in Frage, sie haben nichts an Gültigkeit verloren“, sagt er. Aber sie würden nicht umgesetzt werden. Es folgt eine Aufzählung des Programms von US-Präsident Donald Trump, ohne diesen direkt zu nennen. Unter anderem bezog sich Lammert auf die geplante Mauer zwischen den USA und Mexiko. „Wer sich sprichwörtlich einmauert“, müsse mit den Folgen rechnen.

„Wer zum Programm erklärt ‚Wir zuerst‘, darf sich nicht wundern, wenn es ihm andere gleichtun“, sagt Lammert. Er erhält dafür Standing Ovations.

Lammert erwähnte Trump mit keinem Wort – es war dennoch eine kraftvolle und scharfe Abrechnung mit Trumps Politik des Nationalismus. Der Applaus der Bundesversammlung war lang und deutlich, viele Politiker und Prominente erhoben sich sogar von ihren Plätzen.<<

In Moskau und Washington regieren nun Präsidenten, deren Politik Lammert, Steinmeier, Merkel & Co. als „nationalistisch“ auffassen. In Ungarn und Polen steht die politische Speerspitze der europäischen nationalen Bewegungen in der Regierungsverantwortung. London hat sich an die Seite Washingtons gestellt. In Frankreich und den Niederlanden klopfen Le Pen und Wilders an die Tore der Macht.

Die grundstürzenden politischen Veränderungen in den früheren Partner-Ländern der Bundesrepublik Deutschland werden auch an Berlin, auch am deutschen Volk nicht spurlos vorübergehen. Die Stimmung kippt.

Noch ist nicht absehbar, wie sich der Wandel bei uns vollziehen wird. Klar aber ist: Das deutsche Volk kann, darf und wird seiner internationalen Isolierung durch weltfremde Ideologen von gestern, die Multi-Kulturalismus, Liberalismus, die Zersetzung der Familie und der europäisch-deutschen Kultur, wirtschaftlichen Liberalismus und Dekadenz repräsentieren, nicht auf Dauer tatenlos hinnehmen.

Es gilt, die politische Klasse auszutauschen. Wahlen sind dafür das geeignete Mittel. Falls sich die AfD zu einer Bürgerbewegung der Furchtlosen entwickeln sollte, die mit dem erforderlichen Maß an Geschlossenheit den alten politischen Kräften entgegen tritt, statt mit ihnen Koalitionen anzustreben, könnte schon die Bundestagswahl im September spürbare Veränderungen mit sich bringen. Falls nicht, werden freiheitlich gesinnte Deutsche andere Wege zum politischen Erfolg suchen und finden.

Deutschland ist keine Insel. Und nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist!

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2 Gedanken zu „Merkeldämmerung

  • 13. Februar 2017 um 23:05
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    Es ist zeit, daß die Patrioten endlich auch in Deutschland aufwachen und „Deutschland über alles“ gesungen wird, wie der Amerikaner auf Haway. Es heißt nicht, daß man die Verganheit vergessen soll, aber dieses ständige Bauen von Museen der Erinnerung, das ist etwas Zuviel. Höcke hat recht, das Berliner Mahnmal ist zu groß, es hätte auch kleiner sein sollen.

  • 12. Februar 2017 um 18:17
    Permalink

    Höchste Zeit das auch bei uns endlich etwas passiert. Gerade ein Gespräch mit einer langjährigen CDU-Wählerin gehabt. Frust pur!

    Die Bundespräsidentenwahl liefert den Beleg dafür wie die Eliten sich das gedacht haben.

    Alles wird in den Hinterzimmern der Großen Koalition (SPCDU und ihren ideologischen linksgrünen Scharfmachern) aus gekungelt.

    Das Volk darf das machen , wofür es schon immer gut war. Arbeiten bis zum letzten Atemzug , brav Steuern zahlen und ansonsten den Mund nur aufmachen , wenn man gefragt ist.

    *Demokratie* nennt man das in verfälschender Weise. Volksvertreter  wollen sie sein und sind doch nur Totengräber.

    Ich wünsche mir sehnlichst den Tag zu erleben wo es mit deren Pfründen vorbei ist.

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