St. Pauli Fans verhöhnen die Toten von Dresden

Was dabei herauskommt, wenn sich ein Fußballverein von radikalen bis extremen Linken vereinnahmen lässt, sah man am 12. Februar während des Zweitliga-Spiels St. Pauli gegen Dynamo Dresden. Anhänger des FC St. Pauli zeigten ein Transparent mit der Botschaft „SCHON EURE GROSZELTERN HABEN FÜR DRESDEN GEBRANNT – GEGEN DEN DOiTSCHEN OPFERMYTHOS!“, um die Fans von Dynamo Dresden mit einer geschmacklosen Anspielung auf den Bombenterror der Westalliierten im Februar 1945 zu erzürnen. Vom 13. bis 15. des Monats unternahmen die britische und die US-amerikanische Luftwaffe Flächenbombardements gegen die sächsische Landeshauptstadt, was aus militärischer Sicht sinnlos war und daher neben den Atombomben gegen Hiroshima und Nagasaki als großes Kriegsverbrechen der Westalliierten im Jahr 1945 gilt.

Kapuzenpullover: Hier!

Der Verein St. Pauli hat sich zwischenzeitlich mit einem Schreiben bei Dynamo Dresden und seinen Anhängern entschuldigt: „ist mit den Worten auf dem Spruchband eine Grenze überschritten worden, werden dort doch die Toten der Luftangriffe auf Dresden verhöhnt.“ Der Fanclubsprecherrat der offiziellen Fanclubs des FC St. Pauli (FCSR) distanziert sich zumindest von einem Teil des Transparents: „Die Tonalität des ersten Teils des Spruchbandes kann auch für den FCSR in Inhalt und Wortwahl als Aussage nicht so stehen bleiben.“ Somit zeigt der FCSR seine Zustimmung zur Aussage „GEGEN DEN DOiTSCHEN OPFERMYTHOS!“, wobei die Auswechslung des „eu“ durch „oi“ auf die Szene der Oi!-Skinheads abzielt.

Der Vorfall von St. Pauli lässt deutlich die im linksextremen Milieu gepflegte Doppelmoral erkennen. Würden beispielsweise Vertreter der politischen Rechten gegenüber Linksextremisten die Toten der Bombardierung der baskischen Stadt Guernica, wo vor knapp 80 Jahren die Luftwaffe des NS-Staats und des faschistischen Italiens gegen die Rotspanier zuschlug, verhöhnen, müssten die Erstgenannten um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten. Die Linksaußen-Szene Deutschlands ist der Auffassung, sie könne sich jegliche Unverschämtheit und Geschmacklosigkeit herausnehmen. Selbst das öffentliche Formulieren von übelsten Gewaltphantasien, die nicht selten in die Tat umgesetzt werden, müsse hingenommen werden. Leider werden diese politischen Geisterfahrer darin bestärkt durch die politische Rückendeckung, die ihnen die Altparteien zukommen lassen.

Die Bürgerbewegung pro Deutschland hofft, dass eines Tages das Gedenken an den Feuersturm von Dresden ohne Instrumentalisierungen durch politische Extremisten und gutmenschliche Belehrungen stattfinden kann, es die Bundesrepublik und der Freistaat Sachsen schaffen, um die Toten von damals in einer würdigen Form zu trauern. Darüber hinaus fordert pro Deutschland, künftig die Verhöhnung von Kriegsopfern wie den Toten des Flächenbombardements gegen Dresden strafrechtlich als Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zu verfolgen. Parolen wie „Bomber-Harris do it again!“ (gemeint ist Arthur Harris, Marschall der britischen Royal Air Force im Zweiten Weltkrieg) haben nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, sondern sind Ausfluss größter Pietätlosigkeit.

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Ein Gedanke zu „St. Pauli Fans verhöhnen die Toten von Dresden

  • 13. Februar 2017 um 13:50
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    Unfassbar, was Deutsche Deutschen antun.Es macht mich traurig und wütend zu gleich.

    Diese Doppelmoral ist nicht zu ertragen, wo um verstorbene Ausländer geheult und um verstorbene Deutsche gejubelt wird! PFUI!!! Opfer bleiben Opfer.

    Auch ist es nicht mehr hinzunehmen,wie hier der Sport für polit. Interessen mißbraucht wird.

    Ich schäme mich für solche Subjekte!

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