Abwegiges vom Höcke-Gegner

In seiner unendlichen Weisheit hat der Sprecher der AfD Nordrhein-Westfalen, Marcus Pretzell, abermals im Internet zugeschlagen. Aus zwei Pretzell-Kommentaren auf Facebook ergibt sich, dass er erstens offenbar seinen Parteikollegen Alexander Gauland als senil und zweitens Meinungspluralismus in den AfD-Landesverbänden Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen als negativ betrachtet. Wer jemanden wie Marcus Pretzell als Parteigenossen hat, der braucht offenbar keine Gedanken mehr an politische Gegner zu verschwenden.

Sollte es in der AfD weitergehen wie seit Anfang dieses Jahres, könnte sich der EU-Parlamentarier Pretzell als der Totengräber des Projekts AfD erweisen. Sein Status als AfD-Prinzgemahl von Frauke Petrys Gnaden wirkt sich verheerend aus. Augenscheinlich sieht sich der 43-jährige Jurist in der Rolle einer zeitgenössischen Variante der vermeintlich unverwundbaren Sagengestalt Siegfried, dementsprechend dreht er frei.

Der AfD ist zu empfehlen, Pretzell den Rücktritt von allen politischen Ämtern nahezulegen, wofür er im Gegenzug den Ehrentitel des Lordsiegelbewahrers der Partei erhält. Als Vorbild bietet sich der Werdegang des ehemaligen Richters und Hamburger Innensenators Ronald Schill an. Pretzell könnte dann gemeinsam mit Ehefrau Petry zig Bälle besuchen wie Ende 2015 den Bundespresseball, um Material für die Boulevardmedien zu liefern. Das Ganze könnte dann gekrönt werden von einem Aufenthalt Pretzells im RTL-„Dschungelcamp“. So etwas dürfte nicht nur in den Reihen des patriotischen Flügels der AfD für Freude sorgen!

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Ein Gedanke zu „Abwegiges vom Höcke-Gegner

  • 26. Februar 2017 um 17:35
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    Volle Zustimmung.Auch Petra hat mich enttäuscht.

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