Abschiebe-Debakel in München

Am Mittwoch sollten 50 abgelehnte Asylbewerber über den Münchener Flughafen abgeschoben werden. Siehe hier. Der Vorgang entwickelte sich zu einer traurigen Posse, denn im Flieger saßen davon tatsächlich nur 18. Für diesen sehr übersichtlichen Personenkreis waren 68 Beamte der Bundespolizei im Einsatz sowie zwei Ärzte und ein Dolmetscher. Dem Steuerzahler entstanden Kosten in Höhe von rund 100.000 Euro.

Mittlerweile sind zu dem Vorgang Details bekannt geworden:

  • In drei Fällen stoppten Verwaltungsgerichte die Abschiebung kurz vor dem Abflug. Dagegen ist nichts zu sagen. Es ist jedermanns gutes Recht, gegen Verfügungen der Verwaltung das zuständige Gericht anzurufen.
  • Fünf der rückreisepflichtigen Asylbewerber entzogen sich der Abschiebung im sogenannten „Kirchenasyl“. D.h.: Sie betraten eine Kirche und wurde dort – illegal – vom Pfarrer solange versteckt, bis der Flieger in der Luft war.
  • Die übrigen 24 abgelehnte Asylbewerber sind schlicht untergetaucht. Zu dieser Gruppe gehörten fünf verurteilte Straftäter (u.a. wegen Diebstahl). Hilfestellung leisteten dabei deutsche Unterstützer, die in sogenannten „Flüchtlingsräten“ organisiert sind.

Das ist leider kein Einzelfall, sondern guter Durschnitt. Angesichts solcher Zustände müssen wir uns nicht wundern, daß die politische Klasse die Asylkrise nicht in den Griff bekommt.

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