Lebenslang für Todesraser

Es war am 1. Februar 2016, als die Raser Hamdi H. (28) und Marvin N. (25) an der Berliner Tauentzienstraße mit bis zu 170 km/h bei Rot über eine Ampel schnellten und dabei den Jeep des Vorsitzenden vom pro-Deutschland-Kreisverband Mitte, Michael Warshitsky, erfassten. Heute schrieb das Berliner Landgericht Justizgeschichte, indem es erstmals zwei Raser wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte. Der 69-jährige Warshitsky wurde in seinem Jeep rund 70 Meter weit geschleudert. Er soll sofort tot gewesen sein. Nun bekamen seine Mörder eine verdiente Quittung in Form der höchsten Strafe, die die deutsche Rechtsprechung kennt.

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Der unmittelbare Mörder Warshitskys war Hamdi H., dessen mohammedanisch-„kulturbereichernder“ Hintergrund schon am Namen zu erkennen ist, in seinem frisierten Audi A6. Marvin N. soll vor der Todesfahrt in der Tuner-Szene Berlins bekannt gewesen sein. Vier Jahre lang habe er für seinen mindestens 56.000 Euro teuren und 265 kW-starken, weißen Mercedes AMG gespart. H. und N. haben sich erst kurz vor der Todesfahrt in einer Shisha-Bar auf dem Kurfürstendamm kennengelernt. Ohne Alkohol oder Drogen im Blut rasten beide durch das nächtliche Berlin-Charlottenburg. Anfangs habe Marvin N. noch gezögert, rote Ampeln zu missachten, doch wenig später ahmte er das Himmelfahrtskommando von Hamdi H. nach.

Warshitsky war jüdischer Arzt, der in seinem Geburtsstaat Sowjetunion in Diensten des Militärs stand. Als Mediziner besaß er eine sowjetische Promotion. In den 1990er Jahren wanderte er als Kontingentflüchtling nach Deutschland aus. In der Nacht seines Todes wollte Warshitsky wie jeden Sonntag von der Wohnung seiner Partnerin nach Hause fahren. Bei Grün bog er aus einer Seitenstraße in die Tauentzienstraße ab. Dies war der Moment, als ihn der u. a. wegen Diebstahls und Nötigung mehrfach vorbestrafte Hamdi H. mit seinem Wagen erfasste. Warshitskys Jeep kam vor einer Filiale von Peek & Cloppenburg zum Stillstand.

Das Profil männlich, jung, oft mohammedanisch-„kulturbereichernd“ und Unbeteiligte zu Tode rasen ist keine Seltenheit. Das Ruhrgebiet, Berlin und Köln haben bundesweit einen Ruf als Hochburgen der Raser-Szene. So starb im März 2001 der 31-jährige Stephan Schramma, Sohn des damaligen Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma (CDU), weil zwei jüngere Türken meinten, sie müssten sich auf den in Raser-Kreisen berüchtigten Ringen ein illegales Autorennen liefern. Der für Schramma tödliche Unfall ereignete sich am Kölner Rudolfplatz.

Die Bürgerbewegung pro Deutschland begrüßt ausdrücklich die Initiative der besonders betroffenen Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen, künftig Innenstadt-Raser mit hohen Haftstrafen zu ahnden. Pro Deutschland befindet sich auf dem Standpunkt, dass jegliches vorsätzliche Fahren ab 100 km/h aufwärts innerhalb geschlossener Ortschaften mit Haftstrafen und langjährigem Entzug der Fahrerlaubnis versehen sein muss. Wer meint, er müsse jenseits der 150 km/h durch die Stadt schnellen, kann dies gern auf Rennstrecken für den Breitenmotorsport wie beispielsweise dem Nürburgring in der Eifel tun, soll aber nicht einmal daran denken, so etwas in Innenstädten zu unternehmen. Die zahlreichen Raser-Toten mahnen zu strikterer Bestrafung!

Foto: Der Mercedes AMG wenige Stunden nach dem Mord

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2 Gedanken zu „Lebenslang für Todesraser

  • 28. Februar 2017 um 8:36
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    Hallo,

    in der NZZ gibt es heute einen interresanten Bericht über “ Den Zaun für Obdachlose “ in Hamburg am Hauptbahnhof, an den die Bürger Tüten mit Kleidung, Hygieneartikeln usw. hängen. Das wäre doch auch für Berlin eine gute Idee. Leider kann ich den Link hier nicht rein kopieren.

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