China stoppt Islamisten

China hat in seiner muslimisch geprägten Provinz Xinjiang das Tragen des Kopftuchs und langer Bärte verboten. Ein entsprechendes Gesetz, welches das religiöse Leben der Muslime drastisch einschränkt, trat am Wochenende in Kraft, wie der vatikanische Pressedienst Asianews laut Kathpress am Sonntag berichtete.

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Demnach sind neben dem Schleier und „unnormalen“ Bärten künftig auch religiöse Hochzeits- und Beerdigungszeremonien als „Zeichen eines religiösen Extremismus'“ untersagt. Von den 22 Millionen Einwohnern Xinjiangs gehören knapp die Hälfte dem muslimischen Turkvolk der Uiguren an. Die Regierung rechtfertigte das Gesetz als notwendigen Schritt im Kampf gegen islamistischen Terror, religiösen Fundamentalismus und Separatismus.

Insgesamt verbietet das Gesetz 15 religiöse Verhaltensweisen, die als Störung der säkularen Ordnung aufgefasst werden könnten. Dazu zählt unter anderem die Weigerung von Eltern, ihre Kinder am nationalen Bildungssystem teilnehmen zu lassen. Ferner dürfen Muslime erst ab dem 18. Lebensjahr die Moschee besuchen. Imame müssen ihre Freitagspredigten zuvor Regierungsstellen zur Überprüfung vorlegen.

Muslimen ist es auch untersagt, die islamischen Reinheitsgebote außer bei Lebensmitteln im gesellschaftlichen Leben einzufordern. Es gelte, eine religiöse Einmischung in das säkulare Leben nichtmuslimischer oder nichtreligiöser Menschen zu verhindern. Auch das Fasten im Ramadan unterliegt künftig gesetzlichen Beschränkungen.

Ein Großteil der im Gesetz verankerten Vorschriften galt in Xinjiang bereits seit Jahren in Form von Direktiven der Kommunistischen Partei. Menschenrechts-Aktivisten kritisierten das Gesetz als weiteren Verstoß Pekings gegen die Religionsfreiheit.

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2 Gedanken zu „China stoppt Islamisten

  • 4. April 2017 um 4:30
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    Also Menschen zu verbieten anders denkende als Unrein zu betiteln oder aber dafür zu sorgen das Kinder am Bildungssystem teilnehmen , zu kontrollieren was in einer Muschel gepredigt wird um kein radikales Gedankengut transportieren zulassen dient erst mal dem Schutz der Bevölkerung. Sollte man mal stärker drüber nachdenken als sofort die Keule der Freiheit zu schwingen . In Deutschland könnte man sich davon mal eine Scheibe abschneiden . Eine Gesellschaft benötigt eindeutige Regeln des Zusammenlebens um funktionieren zu können . Zu glauben alles erlauben zu können und dann zu hoffen , es wird alles nur positiv angenommen kann sich auch gleich selber den Kopf abschneiden. Dann brauch es keiner der Regellosen mehr zu tun .

  • 3. April 2017 um 18:08
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    Damit wird nichts verhindert sondern nur Hass geschürt gegen das Regime. Religionsfreiheit denke ich, hat nicht mit Forderungen zu tun. Wer religiös leben will braucht dazu keine äußerlichen Symbole wie lange auffällige Bärte.

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