Sankt Petersburg: Die Täter sind Islamisten

In Russlands zweitgrößter Stadt Sankt Petersburg zeigte sich am Nachmittag des 3. April in drastischer Weise, dass in jedem Staat, in dem der Islam eine signifikante Größe erreicht hat, terroristische Anschläge mittlerweile zum Alltag gehören. Gemessen in absoluten Zahlen wohnen im europäischen Teil des größten Flächenlands der Welt die meisten Mohammedaner des Kontinents. Geschätzte 14 bis 22 Millionen Angehörige islamisch geprägter Ethnien gibt es im Westen der Russischen Föderation.

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Über die Zündung einer Bombe in der U-Bahn-Linie 2 der Metro Sankt Petersburg, die mindestens 14 Menschen das Leben kostete, heißt es bislang, der ausführende Selbstmordattentäter sei ein 22-jähriger russischer Staatsbürger mit Herkunft aus der zentralasiatischen Ex-Sowjet-Republik Kirgisien gewesen. Sein Name habe Akbarschon Dschalilow gelautet. Erst dieses Jahr sei der junge Mann in die Fänge einer islamisch-terroristischen Organisation geraten.

Seit der Auflösung der Sowjetunion im Dezember 1991 hat Russland immer wieder Akte islamisch motivierten Terrors erleiden müssen. Oftmals standen diese Anschläge im Zusammenhang mit den beiden Tschetschenienkriegen seit Dezember 1994. Im nordkaukasischen Landstrich ging es hauptsächlich um Separatismus und mohammedanischen Extremismus. Heutzutage kämpfen etliche Tschetschenen in den Reihen des „Islamischen Staats“ im Nahen Osten.

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