Der Asylirrsinn kennt nur Verlierer

Es sollte kein Recht auf Einwanderung aus wirtschaftlichen Gründen geben, deshalb müsse Europa seine Außengrenzen schützen, meinen die Buchautoren Paul Collier und Alexander Betts. Ansonsten könne ja jeder in sein jeweiliges „Traumland“ einfach flüchten oder auswandern.

Einer der härtesten Kritiker von Angela Merkels Flüchtlingspolitik, Paul Collier, wurde später ein wichtiger Berater der Bundesregierung. In seinem neuesten Buch rechnet der 68-jährige Oxford-Ökonom nun mit den Fehlern der globalen Flüchtlingspolitik ab.

Das Buch „Gestrandet – Warum unsere Flüchtlingspolitik allen schadet – und was jetzt zu tun ist“ (Co-Autor Alexander Betts) enthält aber nicht nur Kritik, sondern präsentiert auch Lösungen für die Krise. „Focus“ hat seine Ratschläge zusammengefasst:

Erstens, es sollte kein Recht auf Einwanderung aus wirtschaftlichen Gründen geben, deshalb müsse Europa seine Außengrenzen schützen. Ansonsten könne jeder in sein jeweiliges „Traumland“ flüchten oder auswandern.

Zweitens, die Hilfe von Politikern und Medien konzentriere sich laut den Autoren bisher auf jene, die versuchten, entwickelte Länder zu erreichen. Hier sollte fairer geholfen werden, denn 90 Prozent der Flüchtlinge würden innerhalb ihres eigenen Landes vertrieben oder flüchteten in ein Nachbarland. Ihr Vorschlag wäre demnach, dass die reichen Länder dort investierten, wohin die Flüchtlinge zuerst fliehen würden.

Drittens, die Flüchtlinge sollen an diesen Orten legal leben und arbeiten dürfen. Ihre Idee hierbei, große Konzerne verlegen, begleitet vom Staat, Produktionsstätten in Gebiete nahe von Krisenregionen. Warum? Weil es genau dieser Flüchtlinge nach Beendigung eines Konfliktes bedarf, um das Krisengebiet wieder aufzubauen und es nicht der Verelendung preiszugeben.

Ein Rezensent auf Amazon: „Die Flüchtlingspolitik Deutschlands wandelte sich in 2015 vom herzlosen Kopf hin zur Politik des kopflosen Herzens, so die Meinung der beiden Autoren. Besser kann man die deutsche Vorgehensweise wohl nicht umschreiben. Eine echte nachhaltige Flüchtlingspolitik unterstützt aber eine Strategie, die es Menschen ermöglicht, in der Nähe ihrer Heimatländer zu bleiben, um von dort im Friedensfall schnell wieder nach Hause gehen zu können. Alles andere wäre absurd.“

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