Die wahre Entstehung des heutigen Koran

Das Wort qur´an bedeutet „Rezitation“. Der Koran ist die zentrale Schrift des Islam. Er gilt bei den Muslimen als das endgültige, unbestreitbare und wahre Wort Allahs, der die Verse durch den Engel Gabriel an Mohammed über 23 Jahre hindurch (610 ‐ 632) vermittelt haben soll. Das Buch besteht aus 114 Suren und diese nochmals aus einer unterschiedlichen Anzahl an Versen.

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Mohammed hatte selbst nicht lesen und schreiben können, darum hatte er seine Predigten seinen Anhängern nur mündlich überliefert, auch gab es kaum schriftlichen Aufzeichnungen. Etwa 20 Jahre nach seinem Tod waren die meisten Zeugen, welche die Predigten auswendig kannten, gestorben. Wie man sicherlich noch das Spiel „Stille Post“ aus Kindertagen kennt, so kann man sich auch vorstellen, dass ebenfalls diese ständige Weitergabe der Erzählungen Veränderungen mit sich brachte, bei der die Kernaussage nicht mehr ursprünglich vorhanden war.

Weitere Veränderungen der ursprünglichen Predigten

Der erste Nachfolger Mohammeds war Kalif Abu Bakr (Regentschaft 632-634), der versuchte, Koranteile zu sammeln und sie mit den verfügbaren, verbalen Überlieferungen zu ergänzen. Dabei ließ er jedoch etwa drei Offenbarungen aus. Der dritte Kalif Uthman (Regentschaft 644-656) erteilte den Auftrag, die gepredigten Worte Mohammeds niederzuschreiben. Er sammelte alles, was man noch zu hören bekam oder an was sich die Menschen noch erinnerten, welche die gesprochenen Aussagen weitererzählt bekommen hatten. Dieser Regent fügte die Passagen zusammen, ließ einiges zu seinen zweckmäßigen Gunsten abändern, ergänzen und entfernte einige Stellen, die ihm bezüglich seiner Machtposition nicht zusagten. Außerdem beauftragte der Kalif, den Koran nicht nach richtiger Reihenfolge der Predigten zu ordnen, sondern veranlasste, die Suren der Länge nach zu sortieren (von der Längsten bis zur Kürzesten). Damit ging auch der chronologische Zusammenhang verloren.

Alle bisher kursierenden Koranteile und Niederschriften wurden auf Anweisung Uthmans 651 n. Chr. verbrannt, denn sie wichen ja von seiner verfassten Version ab, damit später keine Irrtümer oder Zweifel an der Wahrheit des Koran aufkommen sollten. Somit erklärte er sein Sammelwerk als die einzig wahre Standardversion. Das war aber noch nicht alles, denn nach dem Tod Uthmans nahm der Regent al-Haijaj noch elf weitere Bearbeitungen vor. Wie viele Veränderungen es danach noch tatsächlich gab, lässt sich historisch nicht mehr genau erfassen, denn weitere Abänderungen der heiligen Schrift, welche den machthaberischen Vorteil des Bearbeiters absicherten, sind nicht auszuschließen.

Fakt ist:
Das Buch, nach welchem die Muslime heute leben, sei es denn nun das überbrachte Wort Gottes oder nicht, die Sammlungen, Niederschriften, Bearbeitungen, Beschönigungen, Verfälschungen und andauernd aus persönlichem Nutzen gefertigte Eingriffe sind auch alles nur Menschenwerk.

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