Erdogan vergrätzt seinen deutschen Rechtsanwalt

Obwohl der Münchner Medienrechtler Michael-Hubertus von Sprenger sich als sehr hartgesotten erwiesen hatte, indem er den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan als seinen Mandanten annahm, schaffte es der Neo-Sultan, mit seinen Vergleichen zwischen Bundesrepublik und NS-Diktatur beim Fachjuristen den Bogen zu überspannen. Entnervt legte nun der während des Zweiten Weltkriegs geborene Rechtsanwalt das Mandat nieder. Von Sprenger fühle sich „persönlich betroffen“ von Erdogans Schmähungen gegen das heutige Deutschland, da sein Vater während der NS-Diktatur im Gefängnis gesessen habe aufgrund regimekritischer Betätigung.

Hier: T-Shirt „Widerstand“

Die Aufmerksamkeit der Medien zog von Sprenger auf sich, als er im April 2016 als juristischer Interessenvertreter des türkischen Staatsoberhaupts im Rahmen der Affäre um den „Satiriker“ Jan Böhmermann in Erscheinung trat. Böhmermann, der in seiner Fernsehsendung am 31. März 2016 Erdogan mit Kinderpornographie und sexueller Betätigung mit Tieren in Verbindung gebracht hatte, zeigte erst kürzlich gegenüber der Bürgerbewegung pro Deutschland, wie sehr es bei ihm in puncto Spaß nicht weit her ist. Damit offenbarte sich der 36-jährige TV-Kasper als ein Teil des politisch-medialen Komplexes: Geschmacklosigkeiten unterhalb der Gürtellinie jederzeit gern, aber ein harmloser Scherz über seine Person wird auf juristischem Wege niedergedrückt.

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass Medienrechtler von Sprenger auf moralischer Ebene durchaus Gründe vorweisen konnte, dem Fäkal-„Humor“ Böhmermanns im Auftrag Erdogans gerichtlich einen Riegel vorzuschieben. Von Sprengers neueste Gewissensentscheidung ist eindeutig zu begrüßen. Etliche tausend Euro wird er durch die Auflösung des Mandats nicht einnehmen, doch zugleich schützt er mit seiner Tat das Ansehen der deutschen Nation vor den niederträchtigen Attacken des Bosporus-Despoten, was ungleich wichtiger ist! Erdogan gehört noch viel öfter in gleicher Weise in die Schranken gewiesen!

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