Der Fall Bivsi Rana: Fatale Signale an illegale Einwanderer

Die Rückkehr der jugendlichen Nepalesin Bivsi Rana nach Deutschland nahm am 2. August einen herausragenden Platz in der Berichterstattung der deutschen Massenmedien ein. Doch wie ist dieses Geschehen ohne Blick durch die Gutmenschen-Brille zu bewerten?

Ende der 1990er Jahre kam der Vater der heute 15-jährigen unter Angabe falscher Daten als Asylbewerber nach Deutschland. Etwas später folgte die Mutter, die kurz darauf mit ihrer Tochter schwanger wurde. Bivsi Rana wurde im westfälischen Lüdenscheid geboren und wuchs in Duisburg auf, wo sie im Alter von zehn bis 14 Jahren das Steinbart-Gymnasium besuchte.

Der Lehrerschaft wie auch den Mitschülern war klar, dass die Nepalesin samt ihrer Eltern einen ungeklärten Aufenthaltsstatus in der Bundesrepublik hatte. Statt der rechtsgültigen Ablehnung eines Aufenthalts in Deutschland Folge zu leisten, hoffte Familie Rana darauf, sich wie tausende andere Menschen aus der Dritten Welt durchmogeln zu können. So kam es, dass Ende Mai Vertreter der Ausländerbehörde Bivsi Rana während des Schulunterrichts aufforderten, mitzukommen, um die Abschiebung ihrer Familie durchzuführen. Die zwangsläufige Gutmenschen-Empörung ob dieses rechtsstaatlich nicht zu beanstandenden Akts blieb natürlich nicht aus.

Wie wäre es denn gewesen, wenn die Eltern Rana eingesehen hätten, mit ihren falschen Angaben einen Fehler begangen zu haben, doch nun das Beste aus der Situation zu machen? Eine freiwillige Ausreise aus Deutschland und ein Erwerb des Abschlusses der höchsten weiterführenden Schule in Nepal durch die Tochter hätten eine Menge Trubel in Duisburg erspart. Da aber das Gutmenschentum legaler Einwanderung keinen Wert beimisst, musste es anders kommen.

Nach zwei Monaten Heimataufenthalt für Familie Rana ist im Wege einer linken Bivsi-Kampagne so viel Druck auf die Politik ausgeübt worden, dass der 15-jährigen ausnahmsweise ein Schülervisum genehmigt wurde und ihre Eltern als Erziehungsberechtigte ebenfalls zurückkehren durften. Bei genauerem Hinsehen ist das ein Schlag ins Gesicht für jeden Ausländer, der sich legal in Deutschland aufhält. Der liberale Integrationsminister von Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp (FDP), sieht die Sache pragmatisch: „Bivsi ist in Deutschland geboren und aufgewachsen – sie ist de facto ein deutsches Kind.“

Was lehrt uns der Fall Bivsi Ranas?

Die deutschen Massenmedien stürzen sich wie Aasgeier auf einige wenige Fälle von Abschiebungen vermeintlich mustergültig integrierter Ausländer, weil sie der neosozialistischen Ideologie vieler politischer Entscheidungsträger dienlich erscheinen. Auswanderungswilligen Ausländern werden Anreize gegeben, ohne Ausweisdokumente und mit dafür umso abenteuerlicheren Fluchtmärchen in die Bundesrepublik zu kommen, weil die politische Klasse im Schlaraffenland Ger-Money Zuwanderung um jeden Preis riskiert. Abschließend wird der konkrete Einzelfall obendrein ausgeschlachtet, um einer Abschaffung des „ius sanguinis“ (Recht der Abstammung) und einer Einführung des absoleten „ius soli“ (Recht des Geburtslandes) das Wort zu reden.

Deutsche Zustände im Jahre 2017!

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